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Jahrgang 10 in Berlin

Von Montag, den 7. September, bis Freitag, den 11. September, waren unsere fünf Klassen der Jahrgangsstufe 10 jeweils in Begleitung ihrer Klassenlehrkräfte und einer weiteren Lehrkraft auf Klassenfahrt in Berlin. Die Programme der einzelnen Klassen unterschieden sich im Detail, hatten aber eine Gemeinsamkeit: Geschichte, Politik, Kultur und das moderne Berlin standen im Mittelpunkt.

Bereits am Anreisetag besuchten mehrere Gruppen die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, das ehemalige zentrale Untersuchungsgefängnis der Staatssicherheit der DDR. Die eindringlichen Schilderungen während der Führung hinterließen großen Eindruck und regten zum Nachdenken an. Einige Klassen vertieften das Thema der deutschen Teilung später noch beim Besuch des Tränenpalasts und der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße. Der Tränenpalast, die frühere Ausreisehalle am Bahnhof Friedrichstraße, erinnert an die schmerzhaften Abschiede zwischen Ost und West. Persönliche Berichte und originale Schauplätze machten die Geschichte der deutschen Teilung auf diese Weise besonders anschaulich und für die Jugendlichen unmittelbar erfahrbar.

Deutlich unterhaltsamer ging es im Berlin Dungeon zu. Dort sorgten Schauspieler mit düsteren Geschichten, überraschenden Effekten und viel schwarzem Humor für einige Schreckmomente. Auch Madame Tussauds stand bei manchen Klassen auf dem Programm. Besonders leicht wurden bekannte Persönlichkeiten aus Musik, Sport und Politik erkannt – bei einigen historischen oder älteren Prominenten mussten die begleitenden Lehrkräfte dagegen gelegentlich nachhelfen.

Ein besonderer Programmpunkt war der Besuch des Deutschen Bundestags. Einige Gruppen hatten dort Gelegenheit, mit Bundestagsabgeordneten ins Gespräch zu kommen, darunter auch mit dem Frankfurter Abgeordneten Armand Zorn. Die Schüler stellten zahlreiche Fragen, etwa zur Arbeit im Parlament, zum Alltag eines Abgeordneten, zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie zur Vergütung. Die offene Fragerunde zeigte, wie groß das Interesse an den konkreten Bedingungen politischer Arbeit ist. Im Anschluss bot sich Gelegenheit zu Fotos und weiteren Einblicken in den politischen Betrieb.

Auch das übrige Berlin wurde intensiv erkundet. Dazu gehörten je nach Klasse unter anderem das Futurium mit seinen Zukunftsszenarien, das Deutsche Spionagemuseum, ein Bummel über den Kurfürstendamm, eine Stadtrallye durch die Innenstadt und der Blick vom Panoramapunkt über die Hauptstadt. Natürlich blieb zwischendurch auch Zeit zur freien Verfügung. Dabei wurde Berlin nicht nur kulturell, sondern auch kulinarisch erkundet – ganz nach den eigenen Vorlieben der Jugendlichen.

Am Ende der Woche blickten Schülerinnen und Schüler wie Lehrkräfte auf eine abwechslungsreiche und intensive Fahrt zurück. Die gemeinsamen Erlebnisse stärkten die Klassengemeinschaften und boten zahlreiche Gelegenheiten, Berlin aus ganz unterschiedlichen Perspektiven kennenzulernen. Geschichte wurde an authentischen Orten erfahrbar, Politik unmittelbar erlebbar und zugleich blieb genügend Raum für Unterhaltung, eigene Erkundungen und gemeinsame Entdeckungen. So verband die Fahrt Bildung, Gemeinschaft und Großstadterfahrung auf gelungene Weise. Ein großes Dankeschön an die begleitenden Lehrkräfte für ihren unermüdlichen Einsatz bei der Vorbereitung und Durchführung der Fahrt!

Berlin, Klassenfahrt