Jahrgang 9 in Madrid

Von Dienstag, 8. September, bis Samstag, 12. September, unternahmen 50 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 eine Sprachenfahrt nach Madrid. Die Fahrt war ein freiwilliges Angebot für Schüler mit Spanisch als erster oder zweiter Fremdsprache. Begleitet wurde die Gruppe von Frau Fernández, Herrn Heintze, Frau Rodríguez und Herrn Schindler.
Über die gemeinsamen Tage in Spanien haben wir von der Gruppe einen Reisebericht erhalten, den wir nachstehend gerne veröffentlichen:
„Mit viel Vorfreude machten wir uns auf den Weg in die spanische Hauptstadt. Nach dem Flug erreichten wir Madrid und bezogen unser Hostel. Die Zimmer mit sechs und acht Betten sorgten schnell für die passende Klassenfahrtsatmosphäre: eng, lebendig und garantiert nicht langweilig.
Am ersten Abend stand zunächst das gemeinsame Abendessen auf dem Programm. Nach kurzer Suche fanden wir bei „100 Montaditos“, einer bekannten spanischen Sandwich-Kette, eine unkomplizierte Möglichkeit, uns zu stärken.
Am nächsten Morgen lernten wir Madrid bei einer dreistündigen deutschsprachigen Stadtführung näher kennen. Von der Plaza de España ging es zum Palacio Real, weiter zur Plaza Mayor und schließlich zur Puerta del Sol. Dabei erfuhren wir viel über die Geschichte Madrids und erhielten zugleich einen ersten Eindruck vom besonderen Flair der spanischen Hauptstadt.
Am Nachmittag besichtigten wir den Palacio Real auch von innen. Die prunkvollen Räume, großen Säle und kostbaren Ausstattungen beeindruckten uns sehr. So viel Gold, Pracht und Luxus auf einmal hatte wohl kaum jemand erwartet. Der Besuch hinterließ entsprechend einen bleibenden Eindruck.




Der Donnerstag führte uns zunächst mit dem Bus aus Madrid hinaus zum Escorial, einer im 16. Jahrhundert von Philipp II. erbauten gewaltigen Kloster- und Palastanlage. Dort erhielten wir eine Führung von Herrn Schindler und Herrn Heintze und tauchten noch einmal intensiv in die spanische Geschichte ein. Anschließend ging es weiter zum Valle de los Caídos. Das monumentale Bauwerk, das Diktator Franco hat errichten lassen, beeindruckte vor allem durch seine Dimensionen. Zugleich sorgte die Geschichte des Ortes für Nachdenklichkeit: Beim Bau wurden politische Gefangene und andere Zwangsarbeiter eingesetzt. Die Verbindung von Architektur, Geschichte und den damit verbundenen menschlichen Schicksalen machte diesen Besuch besonders eindrücklich. Danach blieb noch Zeit für eigene Unternehmungen und Freizeit in Madrid.
Am Freitag stand mit dem Prado-Museum ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm, denn dort sahen wir viele Bilder berühmter spanischer Maler. Besonders „Las Meninas“ von Diego Velázquez und die Werke Francisco de Goyas zogen die Aufmerksamkeit auf sich. Goyas Darstellungen des „3. Mai 1808“, der königlichen Familie und seine „Schwarzen Bilder“ eröffneten dabei ganz unterschiedliche Perspektiven auf die spanische Geschichte und Gesellschaft. Nach so viel Kunst und Geschichte ließen wir die Reise am Abend gemeinsam im Retiro-Park ausklingen.
Am Samstag hieß es schließlich Abschied nehmen. Mit vielen Fotos, neuen Eindrücken und etwas weniger Energie als bei der Ankunft traten wir den Rückflug an. Madrid hatte uns in wenigen Tagen Geschichte, Kunst, Architektur und spanisches Lebensgefühl nähergebracht – und vor allem viele Erlebnisse beschert, an die wir uns noch lange erinnern werden.“
Vielen Dank für den tollen Bericht. Ein herzliches Dankeschön sagen wir den Kolleginnen und Kollegen für die Organisation und Durchführung der Fahrt, insbesondere Herrn Schindler, der maßgeblich die Planung übernommen hatte!




