Ausstellung in den Adlerwerken
Im Geschichtsort Adlerwerke, einem ehemaligen Fabrikgelände im Frankfurter Gallusviertel, wurde am Dienstag, dem 9. Dezember, die Ausstellung „10 Blickwinkel. 10 Kunstwerke“ eröffnet, die sich mit dem Schicksal von Zwangsarbeitern während des Zweiten Weltkrieges auseinandersetzt. Sie wurde von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Römerhof mitgestaltet.
Die Teilnehmer des WU-Geschichtskurses der 10. Jahrgangsstufe unter der Leitung von Frau Sproß hatten sich unter dem Thema „Geschichtskultur“ ein halbes Schuljahr in Kooperation mit dem außerschulischen Lernort der Geschichte der Zwangsarbeit in Frankfurt am Main und den Adlerwerken gewidmet. Dabei erarbeiteten sie gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern des NaxosAteliers einen künstlerischen Blickwinkel, den sie mit Elementen der Graffitikunst und Streetart praktisch umsetzten. Mit ihren zehn Kunstwerken erinnern die Schülerinnen und Schüler an ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, deren Lebensgeschichten, Erfahrungen der Ausbeutung und Unterdrückung, aber auch an deren Träume und Wünsche.
In ihrer Auseinandersetzung schufen die Jugendlichen aber nicht nur eine eigene Verbindung zum Thema, sondern gestalteten in ihren Werken auch für Betrachter eine künstlerische Anknüpfungsmöglichkeit. Aus ihrem jeweiligen Blickwinkel schlagen sie eine Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart und ermöglichen so eine Begegnung mit Geschichte, individuellen Biographien und Schicksalen ehemaliger Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter.
Zu sehen sind die Kunstwerke bis zum 1. März im Geschichtsort Adlerwerke (Kleyerstraße 17). Vielen Dank für diese wichtige Auseinandersetzung mit der Geschichte des NS-Regimes sagen wir den beteiligten Schülerinnen und Schülern sowie Frau Sproß, die ihren Kurs bei der Arbeit mit viel Engagement unterstützt hat!



