Im Alltagsstrom der Stadt
Am Montag, dem 8. Dezember, um 9 Uhr war es endlich so weit: Staunende und aufgeregte Schülerinnen und Schüler aus unseren 7. und 9. Klassen waren im Dialogmuseum Frankfurt am Main bei einer Ausstellungseröffnung der Kunststation Hauptwache dabei.
Die Schülerinnen und Schüler hatten sich mit ihren Kunst-Lehrerinnen Frau Blumer und Frau Schäfer-Ochs an der Aktion beteiligt, bei der es darum ging, leerstehende Vitrinen in der U-Bahn-Station Hauptwache mit neuem Leben zu erfüllen und damit den öffentlichen Raum aktiv mitzugestalten. Neben dem Gymnasium Römerhof hatten mit dem Gymnasium Süd, der Helmholtzschule, der Marienschule und der Rudolf-Koch-Schule vier weitere Schulen aus Frankfurt und Offenbach an dem Projekt mitgewirkt, das von dem gemeinnützigen Verein „Domäne S“ initiiert worden war. Er hat sich die Förderung und Vermittlung kultureller Projekte an Frankfurter Schulen verschrieben. Eingebettet war das gesamte Projekt in das Programm „World Design Capital“ (WDC), ein jährlich vergebener Titel, in dessen Rahmen die Stadt Frankfurt am Main im nächsten Jahr im Verbund mit weiteren Städten der Region zwölf Monate lang zahlreiche Veranstaltungen im Bereich Design organisiert.
Bevor es zu den Kunst-Vitrinen in die D-Ebene der Hauptwache ging, sprachen im Foyer des Dialogmuseums unter anderen Frankfurts Planungsdezernent Marcus Gwechenberger, der CEO des WDC, Carolina Romahn, und Petra Stilper von der Domäne S kurze Begrüßungsworte. Denn die Ausstellung ist die erste von vielen weiteren Aktionen und Veranstaltungen, die im Laufe des nächsten Jahres für den WDC 2026 folgen. Sie zeigen, dass in Frankfurt und der Rhein-Main-Region das Motto „Design for Democracy“ gelebt wird: Schülerinnen und Schüler mischen sich ein und partizipieren an Fragen der Stadtgestaltung, indem sie sich künstlerisch mit zentralen Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit, Umwelt und Stadtleben auseinandersetzen.


Durch die Gestaltung der Vitrinen in einer U-Bahn-Station konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeiten an einem Ort präsentieren, den täglich nicht nur Zehn-, sondern Hunderttausende von Menschen passieren. So setzten die Jugendlichen mit Keramik, Glas und Metall zum Beispiel unter dem Motto „Neue Stadtlandschaft“ ihre Visionen von einer Stadt der Zukunft um oder zeigten in der Vitrine „Meereswelten“ die Schönheit und Zerbrechlichkeit des Lebens in den Ozeanen. Besonders spannend war es für unsere Schülerinnen und Schüler, nach der Ausstellungseröffnung die Vitrinen selbst in Augenschein nehmen zu können und die von ihnen gestalteten Landschaften und Meereswelten in den kunstvoll beleuchteten Schaukästen wiederzuentdecken.
Die Vitrinen sind noch bis März in der D-Ebene der Hauptwache zu sehen, ab April werden die Schaukästen dann mit neuen Arbeiten bestückt. Es ist also noch ausreichend Zeit, sich die Kunstwerke beim nächsten Gang in die Innenstadt in Ruhe anzusehen.
Vielen Dank sagen wir unseren Schülerinnen und Schülern für die tollen Arbeiten sowie Frau Blumer und Frau Schäfer-Ochs für die engagierte Mitwirkung bei der Realisierung des Projekts. Ein großes Dankeschön geht darüber hinaus an alle am Projekt beteiligten Institutionen, in diesem Zusammenhang vor allem an Frau Stilper für die Einladung zur Mitarbeit an dieser einmaligen Kunstaktion!